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Workshop

Repräsentationsregime der Migration.
Kunst- und kulturwissenschaftliche Perspektiven

 

„Der Mensch ist frei, weil er sich miteiner unvorhersehbaren und unerklärlichen Bewegung gegen seine Bedingungen empören kann und sie verändern kann.“ (Vilém Flusser) Vilém Flusser konzeptioniert das Migratorische stets als „Freiheit des Migranten“ (Flusser1994); die migratorische Bewegung beschreibt er als „schöpferischen Prozess“,obwohl sie mit Phänomenen des Vertriebenseins und der gewaltsamen Entortungverknüpft ist. Während Flusser die Handlungspotentiale des migrantischenSubjekts betont, werden im politischen Diskurs Migration und Fluchtmehrheitlich als Phänomene behandelt, die die Freiheit von Staat und Individuumgefährden oder gar bedrohen. Die visuelle Repräsentation von Migration, z.B. inder Medienberichterstattung oder in den sozialen Netzwerken, arbeitet häufig mit Blickregimen, die den Körper des/der Migrant_in ethnisch bzw. geschlechtlichkodieren sowie in politischen und kulturellen Machtverhältnissen verorten unddadurch fixieren. Stuart Hall bezeichnet demzufolge „das gesamte Repertoire an Bildern und visuellen Effekten, durch das ‚Differenz‘ in einem beliebigenhistorischen Moment repräsentiert wird, [...] als Repräsentationsregime“ (Hall2004). Zahlreiche künstlerische Positionen hinterfragen solchestereotypisierenden Festschreibungen aber auch und nehmen alternativeSichtweisen ein, um neue Perspektiven auf Migration zu eröffnen. Auch Bilderbzw. Videos (harragas), die von Geflüchteten selbst aufgenommen und zirkuliertwerden, können tradierte Sichtweisen verschieben oder verändern.

 

Ziel des Workshops „Repräsentationsregime der Migration“ ist es daher, dieses Spannungsverhältnis zwischen Handlungspotential und visuellem Apparat am Beispiel von Kunst und Alltagskultur kritisch zu hinterfragen. Dabei sollen Aushandlungsprozesseim Kontext von Migration mit Theorien zur visuellen Repräsentationzusammengedacht werden.

 

Organisation und Leitung:
Prof. Dr. Alexandra Karentzos, Miriam Oesterreich M.A., apl. Prof. Dr. Melanie Ulz

 

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Workshop Programm Darmstadt, November 2017
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