A k t u e l l

Apéro-Talks mit Künstler:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen 2021

 

Borders.

Grenzen und Grenzregionen in der Kunstproduktion
und Kunsttheorie der Gegenwart

 

Grenzen und Migration sind untrennbar miteinander verschränkt. Grenzregionen werden durch Migration als solche definiert, geprägt und gestaltet. Gleichzeitig thematisieren gegenwärtige Künste die konfliktreichen migratorischen Räume in vielfältiger Weise und hinterfragen deren Semantiken. ... > mehr

 

Die Talks am Nachmittag (in der Regel ca. 45 Minuten) finden online statt und werden durch Mitglieder der AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration moderiert. Die jeweiligen Künstler:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen sind anwesend.


Anmeldung bitte unter: contact@ag-kunst-migration.de

 

T e r m i n e

Talk 1: Mittwoch 21.4.21, 17:00–17:45


Borders. Grenzen und Grenzregionen in der Kunstproduktion
und Kunsttheorie der Gegenwart
1_ "Seeds for Future Memories“

 

 

mit Angelika Stepken, Leiterin der Villa Romana Florenz, über das Projekt "Seeds for Future Memories“, eine Kooperation zwischen den Artist Residencies Thread in Sinthian, Senegal, und der Villa Romana in Florenz, Italien

 

Moderation: Alma-Elisa Kittner


Anmeldung bitte unter: contact@ag-kunst-migration.de

 

Talk 2: Mittwoch 5.5.21, 17:00–17:45


Borders. Grenzen und Grenzregionen in der Kunstproduktion und Kunsttheorie der Gegenwart
2_ "Wüstungen“ (2014)

 

 

Künstlergespräch mit Göran Gnaudschun über das Projekt „Wüstungen“ (2014)

 

Anmeldung bitte unter: contact@ag-kunst-migration.de

 

Talk 3: Mittwoch 19.5.21, 17:00–17:45


Borders. Grenzen und Grenzregionen in der Kunstproduktion
und Kunsttheorie der Gegenwart

3_ „Beyond States“ (2021)

 

Kuratorinnengespräch und virtueller Ausstellungsbesuch mit Ina Neddermeyer (Zeppelinmuseum Friedrichshafen) über die aktuelle Ausstellung „Beyond States“.

 

Anmeldung bitte unter: contact@ag-kunst-migration.de

]

1/Sourcing Traces, 10.12.2020
Address books/London: Julia Eichenberg
Art dealers/Paris: Maddalena Alvi
Artist lecture by Judith Raum

 

2/Placemaking/ Belonging, 14.01.2021
Photography/Cape Town: Jessica R. Williams
Visual history/Mexico City: Valeria Sánchez Michel
Artist lecture by Omar Berakdar

 

3/Mapping/ Spatializing Sites, 21.01.2021
Mapping/Shanghai: Katya Knyazeva
City concepts/Istanbul: Seza Sinanlar Uslu and Merve Köksal
Artist lecture by Michaela Melián

 

Please register by sending an e-mail to mareike.schwarz@kunstgeschichte.uni-muenchen.de

 

For further information see > Kooperative Tagungen.

]

Aus aktuellem Anlass

Wissenschaftskritik von unberufener Seite.

Zum künstlichen Eklat um einen der wichtigsten Vertreter der postkolonialen Theorie

 

von Angela Stercken und Gabriele Genge

 

 

Eigentlich kann es kaum im Interesse derjenigen Wissenschaften liegen, die sich mit globalen kulturtheoretischen, historischen und philosophischen Fragen beschäftigen, schnell eine Stellungnahme zu einem aktuellen "Streit" abzugeben, der abseits von Fachdebatten und allein auf kulturpolitischem Terrain in Gang gesetzt, inzwischen reges Presseecho gefunden und dadurch eine fatale Eigendynamik entwickelt hat. Tatsächlich spricht viel dagegen, dies zu tun. Zu unterschiedlich sind die Interessenslagen. Zu verschieden die Instrumentarien und Formen, mit denen Themen in Politik, Kultur und Wissenschaft aufgegriffen und verhandelt werden. Zu divergent die Zielsetzungen, zu verschieden Wissensstand und auch Kompetenzen.

 

Allerdings wird derzeit durch die bodenlosen und inzwischen zur "Causa" hochgeschraubten Vorwürfe an Achille Mbembe großer Schaden angerichtet – zum Nachteil der globalen Wissenschafts-Community, der weltweit operierenden Fachgremien, der bilateralen Forschungsverbände und Projekte, ganz zu schweigen von den Konsequenzen für die kulturellen und kulturpolitischen Akteur*innen und Institutionen hierzulande.  ...

 

> mehr

]

Internationale Tagung

Art/Histories: Migrations, Transculturality & The Idea of Latin America

 

Universität Zürich, Lateinamerika-Zentrum Zürich

 

6.-7. März 2020

                                                                                                                         siehe > AG Workshops & Tagungen (ZH 2020)

Migration hat im lateinamerikanischen Kontext jüngst wieder für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. Die medial vermittelten Bilder mittelamerikanischer (Trans)Migrant*innen – die auf dem Weg in den Norden mit Drogenkartellen, Menschenhändlern und der oft korrupten Polizei konfrontiert, und schließlich am häufig tragischen Kulminationspunkt der Reise, der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze immobilisiert werden – werden durch eine wachsende Zahl künstlerischer Praktiken, die sich sowohl nördlich wie auch südlich des „political equator“ (Teddy Cruz) mit der Thematik befassen, kontrastiert. So ist die Grenze geradezu zu einem Bild der aktuellen Migrationsbewegungen avanciert und Ausgangspunkt sowohl realer Politiken als auch künstlerischer Auseinandersetzung mit den Ein- und Ausschlüssen von Latein-/Amerika. > mehr

]

96. Kunsthistorischer Studierendenkongress

KSK 96.   Reise und Migration

 

Universität Duisburg-Essen / Folkwang Universität der Künste

 

4. - 7. Juli 2019, Essen

 

Eröffnung des KSK

Donnerstag, 4. Juli 2019, 19 Uhr


Galeria Gublia (Kreuzeskirchstraße 3, 45127 Essen)
Ausstellung: <<Me & Mr. Jones>>, Rebecca Racine Ramershoven

 

Zu Programm und Terminen siehe auch:
> mehr auf der Website des KSK


]

Nachruf

A Short Half Century gegen die Blindheit.

Zum Tod von Okwui Enwezor (1963-2019)

 

17.3.2019

 

Okwui Enwezor, Lagos/ Nigeria, 2013, Foto © Anne-Lena Michel

 

Trotz regem Ausstellungsbetrieb war das vergangene Wochenende im Münchner Haus der Kunst sehr still. Schritte in der großen, entleerten Mittelhalle erschienen fast wie unangebrachter Lärm. Das Team des Ausstellungshauses, so vermittelt dies nicht nur die aktuelle Redaktionsmeldung auf der Website, trauert um seinen am vergangenen Freitag verstorbenen Leiter Okwui Enwezor – verbunden mit großem Dank für die durch ihn ermöglichte "Erweiterung" des fachlichen Blickwinkels, ein verändertes "Leitbild" des Hauses, aber vor allem die "Überzeugung, dass die Entwicklungslinien der zeitgenössischen Kunst global und vielschichtig verlaufen und nicht durch geografische, konzeptuelle und kulturelle Grenzen einzuschränken sind." Auch für das Publikum vom Wochenende scheint der Besuch von Enwezors letzter großartiger Schau zum Werk El-Anatsuis fast mehr im Zeichen der Kondolenz gestanden zu haben. > mehr

as

 Abdruck, siehe kritische berichte, 2/2019

]

Nachruf

In Memoriam Bisi Silva (1963-2019)

Bisi Silva, Lagos, Nigeria, 2013, Foto © Anne-Lena Michel

Am 12. Februar verstarb die nigerianische Kuratorin Bisi Silva im Alter von 56 Jahren.

Mitglieder unseres Netzwerkes lernten sie zu verschiedenen Anlässen und an unterschiedlichen Orten als engagierte Ausstellungsmacherin, passionierte Wissenschaftlerin und Autorin kennen. Bisi Silva leistete kulturpolitische Pionierarbeit; für Künstlerinnen und Künstler, Kuratorinnen und Kuratoren, Kunstwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler schuf sie produktive Arbeitsbedingungen: eine Plattform für neue künstlerische Ausdrucksweisen in Nigeria, für Diskussionen und Debatten, Raum für Forschung zu bislang unberücksichtigten Kunstgeschichten Nigerias und (West) Afrikas. Energisch, aber auch mit großer Empathie und immer visionär, verstand sie es, unterschiedliche lokale Positionen zusammenzubringen, internationale Gäste einzubinden, mit Kollegen und Kolleginnen des Globalen Südens zu kooperieren und neue lokale Kunst-Initiativen anzustoßen. Unter ihrer Ägide fanden Ausstellungen zu neuen Positionen der Malerei ebenso statt wie sie Performance und Medienkunst als bis dato eher randständig wahrgenommene künstlerische Ausdrucksformen förderte; angstfrei griff sie dabei auch das Thema Diversity auf. > mehr

km/ kp

Abdruck, siehe kritische berichte, 3/2019

]

Workshop

Diasporic Imaginaries. Multiple Senses of Belonging

 

Deutsches Forum für Kunstgeschichte / Centre allemand d’histoire de l’art, Paris
April 4-5, 2019

 

Conceived and organized by Lena Bader, Birgit Mersmann, Mona Schieren

 

Migration in art and art history is primarily defined by the movement in both space and time of artists, curators, and critics, and their works, ideas, and memories (Mathur 2011). It has engendered geographically dispersed artistic communities bound by shared diasporic experiences and has generated splintered temporalities of artistic relationalities that negotiate between pastness, nowness, and futurity. The increasing diasporization of art and culture is a farreaching and profound shift resulting from global migration and its rapidly changing nature. As a global transnational process, migration has produced global diasporas (Cohen 1997), including ethnic, cultural, religious, and national diasporas, which fuel the dissemination of “diasporic imaginaries.” Beside the Jewish, Greek, Armenian, and Black diasporas — the most historically significant diasporic traditions — the Chinese, Indian, Iranian, Lebanese, Palestinian diasporas have, among others, become clearly visible on the world map of diaspora cartographies (Brah 1996, Dufoix 2008). > more


The conference will be held in English.

 

]

Vorankündigung

96. Kunsthistorischer Studierendenkongress

Reise und Migration

 

Universität Duisburg-Essen / Folkwang Universität der Künste

 

4.-7. Juli 2019, Essen

 

Mehr Information unter > Calls for paper & Kooperative Tagungen und Konferenzen

]

ab November 2018

DFG Netzwerk Verflochtene Geschichten von Kunst und Migration:
Formen, Sichtbarkeiten, Akteure

Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, das Zusammenwirken von Migration und Globalisierung als bedeutendes Phänomen der gesellschaftlichen Transformation im 20. und 21. Jahrhundert in seiner Rolle für die kunstwissenschaftliche Forschung und die künstlerische Produktion zu untersuchen. Insgesamt sechs internationale Workshops sowie eine daraus resultierende Publikation sollen dazu beitragen, die migrationsforschende globale Kunstgeschichte dauerhaft, und nicht zuletzt auch als Forschungsfeld innerhalb der Migrationsstudien, zu etablieren und national wie international sichtbar zu machen.   mehr .... >